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    Musik : Release the Stars

      

    Listenpreis: EUR 10,67
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    Bindung: Audio CD
    EAN: 0602517301610
    Label: Geffen (Universal)
    Hersteller: Geffen (Universal)
    Anzahl CD's: 1
    Herausgeber: Geffen (Universal)
    Erscheinungsdatum: Juni 01, 2007
    Verkaufsrang: 11792
    Studio: Geffen (Universal)




    CD 1:
    1. Do I Disappoint You
    2. Going to a Town
    3. Tiergarten
    4. Nobody's off the Hook
    5. Between My Legs
    6. Rules and Regulations
    7. Not Ready to Love
    8. Slideshow
    9. Tulsa
    10. Leaving for Paris N° 2
    11. Sanssouci
    12. Release the Stars
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    Produktbeschreibung:

    Product Description:
    RELEASE THE STARS

    Aus der Amazon.de-Redaktion:
    Release the Stars ist vieles zugleich: schrecklich und schrecklich schön. Aufdringlich und anrührend. Gespickt mit reichlich Pathos, -echtem wie falschem. Ein aufregendes Album, in dessen Verlauf Rufus Wainwright die Hörer durch ein wahres Wechselbad der Gefühle jagt. Die musikalischen Zügel behält er bei dieser Tour de Force zwischen Klassik und Pop stets fest in der Hand und verhindert gekonnt jegliches Kippen in Chaos und Langweile.

    Neben dem zugegebenermaßen etwas naiven Wunsch, wie einst Lou Reed und David Bowie in Berlin ein düsteres Album aufzunehmen und zugleich in Lederhosen Bratwurst essend historische Baudenkmäler zu bestaunen, erklärt eines der schönsten Stücke des Albums “Going to a Town“ Rufus Wainwrights anderen Grund den Vereinigten Staaten für ein Weilchen den Rücken zu zeigen: You took advantage of a world that loved you well, I’m so tired of you America lautet sein entwaffnend trauriges Bekenntnis. Die dezente Begleitung aus Streichern und Background Chor beschwört wundervoll die innig-triste Atmosphäre eines verregneten Nachmittags hinter den beschlagenen Scheiben eines New Yorker Cafés herauf. Diese Pause hat der Hörer auch dringend nötig, wenn er den Opener “Do I dissapoint you“ überstanden hat; eine aufstrebende Melodielinie, fiebrig leuchtend orchestriert, die sich zur Lobpreisung mit einem Kinderchor geradewegs ins Universum empor zu winden scheint. Nicht nur das Stück selbst ist grandios, sondern Wainwrights Fähigkeit, Songs zu einem gelungenen Ende zu führen. Selbst dann, wenn diese bereits oft nach gut der Hälfte unter ihren völlig überfrachteten Orchester-Arrangements zu kollabieren drohen. Bis auf zwei Ausnahmen: “Nobody’s off the hook“ berührt zunächst aufgrund seines wunderbaren Textes und der Begleitung mit kleinem Streicherensemble und Piano, jedoch leider nur bis zu jenem Punkt an dem Wainwright glaubt, die Tragik des Brechens junger Herzen musikalisch illustrieren zu müssen. Er ergeht sich in einem Gesangsstil, wie einst Elvis Costello in den schwächsten Momenten seines ansonsten ebenfalls fulminanten Albums mit dem Brodsky Quartet The Juliet Letters, eine Knödel-Arie ohnegleichen, die in dem Stück “Tulsa“ ihren absoluten Höhepunkt findet. Amüsant spielerisch hingegen der Anfang von “Tiergarten“. Der kommt daher wie Animationsmusik in der Muckibude des Clubschiffs AIDA, Marimbaklänge unterlegt mit rhythmischen Hecheln von Menschen beim Joggern oder was? Won’t you walk me through the Tiergarten, won’t you walk me through it all? balzt Wainwight unschuldig, mit Streichern unterlegt. Ob er wohl zu versunken war, um zu bemerken, dass im Berliner Tiergarten erstaunlich viele Büsche Beine haben, und zwar vorwiegend männliche? Wainwright ist eben weniger Realist, als vielmehr Meister des schwärmerisch-elegischen Abgesangs.

    “Not ready to love“ und “Leaving for Paris No. 2“ sind wahre Kleinode, für all jene, die sich bereits auf Want Two nicht an “Peach Tree“ satt hören konnten. Erwähnenswert auch der Track “Sanssouci“. Wir wissen nicht, ob Wainwright bei einem Ausflug nach Potsdam zufällig Produzent Ralph Siegel über den Weg lief. Doch wie sonst ließe sich ein Schlager dieses Kalibers auf Release the Stars erklären, instrumentiert mit trillernden Piccoloflöten, wie ausgeborgt vom Frühlingsfest des Berliner Polizeiorchesters, gestrickt in einer Manier, die deutsche Titelentwürfe wie “Liebe ist ein scharfes Schwert“ dramatisch nahe liegend erscheinen lassen? Doch auch hier hat Rufus Wainwright wieder einmal nichts verraten und gekonnt die Kurve gekriegt. Hören und Staunen!

    Andreas Schultz



    Kunden-Rezensionen
    Durchschnittliche Bewertung:  out of 5 stars

    Bewertung: 5 out of 5 stars - Hemmungslose, unnachgiebige Schönheit
    Kleiner sollte es werden. Spärlicher instrumentiert. Ein Protestalbum gar. Um es vorweg zu nehmen: der mit Spannung erwartete Nachfolger der schwelgerischen, (größen)wahnsinnigen und herrlich selbstverliebten Want 1 und Want 2 Alben ist weder klein, noch zurückhaltend, noch explizit politisch. Und vielleicht ist Release the Stars gerade deshalb soviel mehr als das.

    Ich teile Thees Uhlmanns Leidenschaft für das wunderschöne Wort Nichtsdestotrotz, und Release the Stars ist der ideale Anlass es endlich einmal guten Gewissens zu verwenden, um der Haltung Ausdruck zu verleihen, die sich in jeder Note dieser 12 Songs widerspiegelt. ... weiter



    Bewertung: 5 out of 5 stars - Mit Pomp, Glanz und Gloria - Divine Love, Sex & Romance!
    Was für ein Werk!
    Rufus Wainwright scheint auf diesem Album engültig auf dem Zenit seines Schaffens angekommen zu sein.
    Allein schon der Opener "Do I Disappoint You" ist zum Niederknien! Ein Flaggschiff, das in seiner Opulenz und seiner Dichte kaum Raum läßt zum Luftholen. Ein Musikkonstrukt, welches sich immer weiter aufbaut und zuspitzt, bis es in einer Art "Urknall" endet.
    Bis dahin werden dem Hörer mit Pauken und Trompeten opernreife Momente dargelegt, die ihm wohlige Schauer über den Rücken jagen. Inbrünstig und unschuldig wie ein Sängerknabe erhebt Wainwright seine Stimme gegen ein bombastisches Orchester, bis ... weiter



    Bewertung: 5 out of 5 stars - ziemlich tuckig, aber gut
    Mr. Wainwright trägt mitunter schon sehr dick auf, aber die Songs vertragen das ganz gut - dank einer ausgewogenen Produktion, guter Musiker und einer sehr gut sitzende Stimme, die nicht mit Soundbrei kaschiert werden muss. Nach schätzungsweise 20 Durchläufen kommt bei mir immer noch keine Langeweile auf, das will was heißen.



    Bewertung: 5 out of 5 stars - Hear it three times and...
    Hear it three times
    and then you will have to visit your doctor
    ask if he can take those songs away
    that don`t want to leave your head
    anymore
    anymore



    Bewertung: 4 out of 5 stars - Erschöpft von Amerika
    Wenn man im Herbst nach Berlin kommt kann einem die gute Laune schon vergehen und wenn einem neben der spätpubertären Schwermut auch die Sehnsucht nach dem alten Europa in die Knochen fährt („I’m so tired of you, America“) kommt vielleicht so etwas heraus wie dieses großartige Album, das den Meister auf der Höhe seines Songwriter-Talents zeigt. Da wird aus dem Berliner Tiergarten schon mal ein Tear-Garden und auch musikalisch lässt er’s ordentlich krachen. Wenn der etwas tränige (oder auch tranige) Unterton in der Stimme nicht wäre, der einen bei jedem Lied noch einen halben Meter tiefer zieht als man ohnehin schon ist und diese ... weiter